Die Magnetresonanztomographie (MRT, auch MRI oder MR) ist ein strahlenfreies
bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Gewebe und Organen im menschlichen
Körper, die sich durch einen besonders guten Weichteilgewebekontrast auszeichnet.
Durch die Anfertigung von hochauflösenden Schnittbildern in beliebigen Ebenen des
Körpers, lassen sich Organe und krankhafte Organveränderungen sehr gut beurteilen.
Im Gegensatz zu anderen Schnittbildverfahren kommt man hier ohne eine ionisierende
Strahlung und jodhaltige Kontrastmittel aus. Dadurch können Nebenwirkungen und
Unverträglichkeiten extrem reduziert werden.
Die Wirkungsweise des MRTs basiert auf einem sehr starken Magnetfeld sowie
elektromagnetische Wechselfelder im Radiofrequenzbereich, mit denen Atomkerne
(Wasserstoffkerne/Protonen) im Körper angeregt werden. Von dem MRT-Gerät
werden dabei elektromagnetische Felder, die von den angeregten
Atomkernen ausgesendet werden, empfangen, ausgewertet und in ein digitales
Schnittbild rekonstruiert.
Die Untersuchung wird in einem speziellen Raum durchgeführt. Der Patient liegt
auf einer Liege, die sich langsam in eine ca. 70 cm große Öffnung des Gerätes
bewegt. Je nach Ziel und Technik dauert die Untersuchung 15 bis 20 Minuten.
Zuvor muss der Patient sämtliche Metallteile ablegen, da sie das
Untersuchungsergebnis stören könnten.
Während der Messung hört der Patient Klopfgeräusche. Der Patient sollte während
dieser Zeit ruhig und entspannt liegen. Die Geräusche sind ungefährlich und
basieren auf elektromagnetischen Schaltungen. Um diese Geräusche zu minimieren
und eventuelle Atemkommandos des Radiologen entgegenzunehmen, trägt der Patient
während der Untersuchung spezielle Kopfhörer. Außerdem wird der Patient optisch
und akustisch überwacht.
Je nach Untersuchungsziel kann es notwendig sein, dass der Patient während der
Untersuchung ein Kontrastmittel einnimmt oder injiziert bekommt. Dieses kann die
bildliche Darstellung weiter verbessern. Bei millionenfacher Anwendung sind bisher
Nebenwirkungen, z.B. allergologische Reaktionen, extrem selten.
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